Sprachentwicklungsstörungen:
Aussprache / Artikulation (Dyslalie):
Die korrekte Aussprache der Laute bereitet Schwierigkeiten. Sie werden falsch gebildet, durch andere Laute ersetzt oder ganz ausgelassen.
"Tatze" statt "Katze"
"Sokolade" statt "Schokolade"
"Bume" statt "Blume" usw.
Phonologische Störung
Hierbei können zwar alle Sprachlaute korrekt gebildet werden, jedoch werden sie nicht den Regeln der deutschen Sprache entsprechend korrekt eingesetzt.
„Kopf“ statt „Topf“ (oder andersherum)
Die Ursache für diese Störung ist meist die weiter unten beschriebene Störung der auditiven Wahrnehmung.
Dyslalie und phonologische Störung treten häufig gemeinsam auf!
Grammatik (Dysgrammatismus):
Schwierigkeiten bereiten hier zum Beispiel:
die Verwendung von Artikeln
„das Hund“
die korrekte Verbbeugung
„Ich gehen zur Oma“,
die Vergangenheitsform
„ich bin gefallt“
oder auch eine fehlerhafte Wortstellung im Satz
„ich gerne Kindergarten fahre“
Wortschatz:
Schwierigkeiten machen sich hier zum Beispiel durch häufiges Einsetzen von „ääähm“, oder „Dingsda“ anstelle der eigentlichen Bezeichnungen der Gegenstände bemerkbar. Manche Kinder neigen auch dazu, ihren eingeschränkten Wortschatz durch reduziertes Sprechen oder Schweigen zu kompensieren.Sprachverständnis:
Trotz intaktem Gehör hat das Kind Schwierigkeiten, die Bedeutung von Wörtern und Aufgabenstellungen zu verstehen und entsprechend zu reagieren.