Redeflussstörungen
Stottern
Viele Kinder beginnen - oft im Alter von 3-4 Jahren - plötzlich Laute oder Silben in auffälliger Weise zu wiederholen. Meist handelt es sich hierbei jedoch um eine vorübergehende Auffälligkeit (altersentsprechende Unflüssigkeit), die während der kindlichen Sprachentwicklung häufig vorkommt. Am besten ist es, wenn Sie ruhig zuhören und dem Kind Zeit zum Sprechen lassen. Gut gemeinte Ermahnung wie „sprich doch langsamer!“ oder „sag es noch einmal!“ machen das Kind oft erst auf seine auffällige Sprechweise aufmerksam, was dann durchaus Sprechunlust oder gar Sprechangst zur Folge haben kann. Erst wenn diese Unflüssigkeiten einige Monate anhalten, sollte eine Fachkraft zu Rate gezogen werden.
Gleiches gilt im Übrigen für solche Kinder, die bei einzelnen Personen (-gruppen) oder auch bei nahezu allen, meist fremden Gesprächspartnern „freiwillig schweigen“ bzw. Sprache gänzlich verweigern (Mutismus).
Poltern
Diese Redeflussstörung zeichnet sich durch eine besonders überhastete Sprechweise mit stark verwaschener Artikulation und dem „Zusammenschrumpfen“ von Wörtern aus.
Teilweise werden Laute oder ganze Silben gänzlich weggelassen, besonders am Wortende.Stottern und Poltern treten häufig in Kombination auf!